Grundlagen

Löten lernen: Die ersten fünf Lötstellen

12. September 2026 · 7 Minuten Lesezeit
Löten lernen: Die ersten fünf Lötstellen
Foto: Windell Oskay from Sunnyvale, CA, USA, CC BY 2.0

Löten ist keine Kunst, sondern Handwerk. Das Prinzip ist einfach: Man erhitzt beide Teile, die verbunden werden sollen, und lässt das Lot dazwischen fließen. Die meisten Fehler entstehen, weil man das Zinn auf die Spitze statt auf das Werkstück gibt.

Die richtige Ausrüstung

Eine Lötstation mit einstellbarer Temperatur ist die beste Investition. Sie kostet ab etwa 40 Euro. Dazu Lötzinn mit Flussmittelseele, 0,5 bis 0,8 mm dick, eine feuchte Messingwolle zum Reinigen der Spitze und eine „dritte Hand“ oder ein Stück Knetmasse, das die Platine hält.

Temperatur

Bleihaltiges Lot (Sn63Pb37) schmilzt bei 183 °C und lässt sich mit 320 °C gut verarbeiten. Bleifreies Lot braucht etwa 217 bis 227 °C Schmelztemperatur, und die Spitze sollte bei 350 °C stehen. Wer anfängt, nimmt am besten bleihaltiges Lot, wenn es der eigene Anspruch und die Rechtslage erlauben, weil es verzeiht, und wäscht sich danach die Hände.

Die fünf Schritte

  1. Spitze verzinnen: ein wenig Lot auf die saubere Spitze geben.
  2. Spitze an Pad und Bein gleichzeitig anlegen.
  3. Nach etwa einer Sekunde Zinn an die Verbindungsstelle geben, nicht an die Spitze.
  4. Zinn wegnehmen, dann die Spitze.
  5. Nicht bewegen, bis das Lot erstarrt ist. Das dauert zwei bis drei Sekunden.

So sieht eine gute Lötstelle aus

Glänzend, leicht konkav wie ein kleiner Vulkan, mit dem Lot gleichmäßig auf Pad und Bein verteilt. Matt, kugelig oder mit einem Spalt: kalte Lötstelle. Noch einmal erhitzen und etwas frisches Lot zugeben.

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