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Wie viel Strom braucht ein WS2812-Streifen wirklich?

18. Juli 2026 · 6 Minuten Lesezeit
Wie viel Strom braucht ein WS2812-Streifen wirklich?
Foto: Akbermamps, CC BY 4.0

Jede WS2812-LED enthält drei kleine Dioden in Rot, Grün und Blau. Bei voller Helligkeit zieht jede Farbe rund 20 mA, also 60 mA pro LED, wenn sie weiß leuchtet. Das klingt wenig, summiert sich aber schnell.

Ein Rechenbeispiel

Ein Streifen mit 144 LEDs braucht bei 5 V und voller Helligkeit 144 × 0,06 A = 8,64 A. Das ist ein stattliches Netzteil. In der Praxis leuchten Animationen selten alle Pixel weiß, deshalb rechnet man mit einem Drittel bis der Hälfte, und begrenzt die Helligkeit in der Software.

Spannungsabfall

Die dünnen Leiterbahnen auf dem Streifen haben einen Widerstand. Am Ende eines langen Streifens kommt weniger als 5 V an, und das Weiß wird rötlich. Die Abhilfe ist die Einspeisung: alle 50 bis 100 LEDs wird an Plus und Masse zusätzlich Spannung zugeführt, am besten mit mindestens 1 mm² Kabel.

Datenleitung

Ein Widerstand von 300 bis 500 Ω in der Datenleitung nahe am ersten Pixel schützt vor Spannungsspitzen. Ein Elko von 1000 µF parallel zur Versorgung fängt den Einschaltstoß ab. Und: Masse von Netzteil und Mikrocontroller müssen verbunden sein, sonst flackert alles.

3,3 V vom ESP32

Ein ESP32 liefert an seinem Ausgang 3,3 V, der WS2812 erwartet bei 5 V Versorgung mindestens 0,7 × 5 V = 3,5 V für ein High. Meist geht es trotzdem. Wer sichergehen will, setzt einen Pegelwandler wie den 74HCT125 dazwischen.

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